Pudelmischlinge

Fragen, Tips und vieles mehr zur Pudelzucht.

Beitragvon Gonzo » Mo Mär 13, 2006 4:33 pm

@ Cindy
Wenn es ein Mischling ist, sieht man ihm nicht gerade an, dass er Pudel drin hat.
Ich habe keine Probleme damit, unser Können unter Beweis zu stellen. Gonzo macht ja alles ganz gut. Von den Meisten werde ich bewundert und von meinen Leitern ganz besonders unterstützt. Mit einer Leiterin wede ich bald neben den Trainings zusammen Fährten. Es gibt einfach ein paar die so denken. Das sind die, die meinstens einen nervösen Mali haben (bei uns), den sie kaum frei ablegen lassen können. Und ich glaube diese Einstellung werden sie behalten. Ich denke manchmal, dass sie so nur ihre Hunde besser machen wollen. Ich weiss nicht, was mit den Doodels passiert, die diese Erwartungen nicht erfüllen. Aber ich habe mal gehört, dass sie sehr gefragt sind (auch bei nicht Allergikern) und dass sie oft auch teurer als ein Hund mit Stammbaum sind.
Viele Grüsse Esther und Gonzo
Gonzo
 

Beitragvon Karina » Mo Mär 13, 2006 7:49 pm

Hallo Ihr,

schon vier Seiten zu diesem Thema - scheint ja großes Interesse hervorzurufen. Auch ich habe dieses Thema interessiert gelesen.

Und äußere mich mal als Nicht-Pudel (Hunde)-Besitzer:

Ich finde diese Mischlinge sehr süß. Es gibt da noch den Cockapoo (Mix Cocker und Pudel) und den Goldendoodle (Mix Golden Retriever und Pudel). Habe aber auch erfahren, dass diese Hunde (vorwiegend in USA gezüchtet) in die ganze Welt "verschifft" werden und dem Züchter einen stolzen Preis einbringen. Unter diesem Aspekt betrachtet, finde ich das Ganze auch nicht gut. Und würde deshalb keinen Hund dieser Rassen kaufen.

Aber wie gesagt: ich finde, die sehen nett aus. Die beschriebenen Eigenschaften sind ja auch recht positiv.

Die Argumentation, es gäbe bereits genug Hunderassen, kann ich nachvollziehen und auch wieder nicht. Denn dann wäre doch das Bemühen um neue Farben beim Pudel auch fragwürdig. Denn verschiedene Farben gibt es doch schon genug.

Wenn es da wirklich einen Unterschied gibt, vielleicht kann mir den jemand plausibel erklären.

Gruß von Karin :)
Karina
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Beitragvon Cindy » Di Mär 14, 2006 1:05 am

Hi Esther,

Gonzo hat geschrieben:Es gibt einfach ein paar die so denken. Das sind die, die meinstens einen nervösen Mali haben (bei uns), den sie kaum frei ablegen lassen können. Und ich glaube diese Einstellung werden sie behalten. Ich denke manchmal, dass sie so nur ihre Hunde besser machen wollen.


Und? Juckt Dich das? Mich würde das nicht interessieren 8). Und schon gar nicht käme ich auf die Idee, denen beweisen zu wollen, dass mein Hund / meine Hunde was taugen. Das bringt bei der Sorte Mensch sowieso nichts.

Dein Geschriebenes erinnert mich mal wieder an die Dame mit dem Mali, die sich bei uns im Vereinsheim darüber ausgelassen hat, dass die ganzen Agi-Hunde ja keine Unterordnung hätten und auch nicht hören würden. Dabei konnte sie 1 Stunde zuvor ihren Mali nur mit Müh und Not am Stachelhalsband noch halten, während der Agi-Hund frei ohne Leine an ihrem tobenden Hund vorbeigelaufen ist :twisted: :twisted: .

Also, sei stolz auf deinen tollen Hund. Und wenn hier jemand was beweisen muss, dann erst mal die anderen dahingehend, dass ihre Hunde die gleichen Leistungen bringen können wie deiner.

Weisst Du, es gibt nun mal "Unbelehrbare" *ggggg.
Einer unserer Übungsleiter in meinem alten Verein war/ist (?) der festen Überzeugung, dass "toter Hund", "Pfötchen geben" und so ziemlich alle DogDancing-Übungen alberne Kunststückchen seien, während "Sitz", "Platz", .... Unterordnung sei. Auf meine Frage wo für den Hund der Unterschied zwischen "Toter Hund" und "Platz" oder "mach Männchen" und "Sitz" sei, kam nur die Antwort, das eine seien Kunststückchen, das andere Unterordnung. Aber den Unterschied, den konnte er nicht erklären. Dumm nur, wenn die "Wattebäuschen"-Hunde dann später die besseren Prüfungen laufen :twisted: :twisted: :twisted:.

Viele Grüße
Cindy
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Beitragvon Cindy » Di Mär 14, 2006 1:28 am

Hi Karina,

Karina hat geschrieben:Aber wie gesagt: ich finde, die sehen nett aus. Die beschriebenen Eigenschaften sind ja auch recht positiv.

Die Eigenschaften kann ich aber auch in den Ausgangsrassenerhalten. Und prinzipiell kann ich einen Pudel auch so "naturbelassen" lassen. Wobei naturbelassen bei diesen Hunden auch nicht unbedingt der richtige Ausdruck ist. Pudelmischlinge haben häufig genug das Problem, dass die Fellpflege noch aufwändiger ist, als bei den reinrassigen Pudeln.

Die Argumentation, es gäbe bereits genug Hunderassen, kann ich nachvollziehen und auch wieder nicht. Denn dann wäre doch das Bemühen um neue Farben beim Pudel auch fragwürdig. Denn verschiedene Farben gibt es doch schon genug.

Das sind zwei Paar Stiefel. Bei der Anerkennung von Farben geht es allein darum, dass willkürlich eher selten vorkommende Farben als "Fehlfarbe" bezeichnet werden und von der Weiterzucht ausgeschlossen sind. Diese Farben sind NICHT neu. Sie kommen nur aufgrund der genetischen Konstellationen nicht so häufig vor. Es werden aber nicht einfach Rassen vermischt und die daraus entstehenden Mischlinge teuer verkauft. Sondern dient genaugenommen der Aufrechterhaltung eines breiteren Genpools. Natürlich gibt es auch Leute, denen diese spezielle Farbe besonders gut gefällt und die dann versuchen, diese Farbe herauszuzüchten. Solange dabei die Grundregeln der Zucht beachtet werden, ist das für mich kein Thema.

Aber das absichtliche Produzieren von Mischlingen führt nicht automatisch gleich zur Bildung einer neuen Rasse. Im Moment sind diese Hunde faktisch einfach Mischlinge. Natürlich könnte rein theoretisch daraus auch mal eine neue Rasse entstehen. So geschehen z.B. mit dem Eurasier. Aber noch ist es nicht soweit. Und solange finde ich persönlich es eine Frechheit, diese Hunde als Rassehunde zu verkaufen und dafür häufig genug noch mehr Geld zu verlangen als wenn sie wirklich Rassehunde wären. Mal davon abgesehen, dass es bei annähernd 400 FCI-anerkannten Rassen und noch so einigen nicht von der FCI anerkannten Rassen für nahezu jedermann/jederfrau die passende Rasse geben sollte.

Und bisher hat mich noch keine Begründung hinsichtlich des Sinns der Produktion von "Labradoodle" und Co überzeugt.

Natürlich gibt es das in anderen Rassen auch, die planmässige "Zucht"/Vermehrung/Produktion von Mischlingen einer bestimmten Rasse. V.a. in Holland und Belgien z.B. die X-Herder und X-Malinois. Das sind Mischlinge der Rassen Hollandse Herder und Malinois mit anderen Rassen. In diesem Fall v.a. um gute Gebrauchshunde zu erhalten. Der Unterschied dabei ist aber, dass die Welpen aus diesen Mischungen idR nicht teuer an Privatleute verkauft werden. Und damit auch nicht so ein Hype getrieben wird, wie gerade mit den "....doodles" und "....poos". Der Unterschied ist, jeder, der sich ein bischen damit auskennt, weiss dass ein X-Herder oder ein X-Mechelaar ein Mischling ist, bei dem mindestens ein Elternteil Herder oder Malinois ist. Und als genau das werden sie auch verkauft. Keine Beschönigungen a la "neue/seltene/exklusive Rasse". Keine Werbung in amerikanischen Zeitschriften, dass sich dieser oder jener Schauspieler einen Welpen dieser ach so supertollen, neuen, ganz exklusiven und seltenen Rasse gekauft hat.

Viele Grüße
Cindy
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Beitragvon Stefanie » Di Mär 14, 2006 6:29 am

Hallo Zusammen,
erstmal
@Dagmar,
vielleicht hättest Du Dich vor Sam auf den Boden legen sollen, damit jeder sieht, das er groß und respekteinflössend ist :wink:
Was das angeht, möchte ich mal behaupten, das fast alle meiner GP's was die respekteinflössende Größe angeht einem Labi- o. Golden auf den Kopf spucken können. Vielleicht auch, weil die Tendenz beim Labbi leider dahingehend besteht je breiter je besser :oops: Quasi tiefergelegt.
Klar gibt es Arbeitslinien, die andere Gesichtpunkte gelten lassen - nur hier gibt es nirgends solche Exemplare.
@Gonzo,
inzwischen wurden einige unserer Welpen zu Blindenführhunden etc. ausgebildet unter anderem auch aus den Gründen groß, leichtfüssig, Allergiker geeignet etc.
Bei den Labradoodles ist als Welpe noch nicht aussagekräftig welche Fellbeschaffenheit der erwachsene Hund am Ende erhält. Solch einen Hund in eine Allergikerfamilie zu geben, kann ein Schuss nach hinten sein, auch eine große emotionale Belastung dann für die betreffenden Blinden.
Fakt ist, daß die GP's die als Blindenführhund ausgebildet wurden, kaum eine pudeltypische Frisur tragen und kriminielle Subjekte sich selbst von Dobermann, DSH und Co. nicht von ihren Taten abschrecken lassen.
Storys gibt es derer genug: Wachhund bekam Halskette entwendet etc :shock:
Noch ein Punkt fällt mir auf. Unser betreffender Blindenhundausbilder würde in seiner Ausbildung keinerlei beschützende Reaktionen seiner Hunde dulden, eher würden sie als untauglich ausgesondert werden... :?:
Viele liebe Grüße
Steffi
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Beitragvon Pudelfreundin_Doris » Di Mär 14, 2006 7:35 am

Hallo!

Ich wollte dazu keinen Kommentar mehr abgeben, aber einmal muss noch sein - ich kann nicht anders, wenn ich das lese. Es sind nur ein paar Fakten:

Die Labradoodle, die ich kenne (gesehen habe), benötigen keine aufwändige Fellpflege, mussten nicht geschoren werden, weil das Fell mit ca. 4cm zu wachsen aufhörte. - Die Labradoodle werden (wie die anderen Blindenhunde auch) ab dem Alter von einem Jahr ausgebildet und die Ausbildung dauert je nach Hund noch mal ca. ein Jahr. Wenn der Hund dann mit ca. 2 Jahren in die Familie bzw. zu dem Blinden kommt, sollte es doch schon klar sein, welche Fellbeschaffenheit er hat und wie aufwändig die Pflege ist.

Die Labradddodle, von denen ich spreche, waren eine Arbeitskreuzung, d.h. sie wurden gezüchtet um Blinden- oder Servicehunde zu werden. Es wurde nie angestrebt einen Stammbaum zu erhalten und sie wurden nicht gleich teuer und (natürlich) auch nicht teurer als Pudel verkauft.

Wer schon mal gesehen hat, wie Pudel geschoren werden müssen, die zu einem Menschen kommen, der zwar einen Pudel möchte aber auch gleichzeitig nicht möchte, dass der betreffende Hund als Pudel wiedererkannt wird, ist froh, wenn sich dieser Mensch für eine andere Rasse (z.B. Labradoodle) entscheidet. Ich war es, nachdem ich einen Pudel nicht als solchen erkannt habe aufgrund der seltsamen 'Schur'.

Züchten unterliegt meiner Meinung nach dem Prinzip 'Angebot und Nachfrage'. Wenn Harlis und Blata gefragt sind, werden sie vermehrt gezüchtet werden, wenn das nicht so ist, werden sich die Züchter vielleicht überlegen mit der Zucht aufzuhören oder eine andere Farbe zu züchten. Wenn Großpudel gefragter sind als Kleine oder Zwerge, wird sich die Zucht vermutlich danach richten. Und wenn ein Blinder sich einen Labradoodle wünscht (aus welchem Grund auch immer), wird es Menschen / Züchter geben, die auch dieses Bedüfnis stillen. Und ich finde nichts Schlechtes daran einen Blinden mit einem gut ausgebildeten Labradoodle-Blindenhund glücklich zu machen.

@ Cindy: zu deiner Frage, was mit den Labradoodle passiert, die die Erwartungen nicht erfüllen: dassselbe, was mit einem Pudel passiert, der Blindenhund werden sollte und sich nicht eignet (auch das kommt vor): er darf in seiner Patenfamilie, in der er sein erstes Lebensjahr verbringt, bleiben. Das ist vorab geregelt.

Es ist leider doch länger geworden. Dafür war es mein letzter Kommentar zu dem Thema.

LG Doris
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Beitragvon Doris » Di Mär 14, 2006 8:28 am

Pudelfreundin_Doris hat geschrieben:Hallo!

Wer schon mal gesehen hat, wie Pudel geschoren werden müssen, die zu einem Menschen kommen, der zwar einen Pudel möchte aber auch gleichzeitig nicht möchte, dass der betreffende Hund als Pudel wiedererkannt wird, ist froh, wenn sich dieser Mensch für eine andere Rasse (z.B. Labradoodle) entscheidet. Ich war es, nachdem ich einen Pudel nicht als solchen erkannt habe aufgrund der seltsamen 'Schur'.
LG Doris


Hallo Doris,

ich denke einem Pudel ist es ziemlich egal, WIE er geschoren wird, also welche Frisur er hat. Ich finde ein Kurzhaarschnitt ist für den Pudel leichter auszuhalten wie ein Puppy oder Continental, weil er viel schneller fertig ist und nicht so lange auf dem Tisch stehen muß. Wenn die Besitzer das mögen finde ich es ok.

LG Doris
LG Doris mit Pudelbuben
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Beitragvon Dagmar » Di Mär 14, 2006 10:51 am

[img][img]http://img108.imageshack.us/img108/7421/samsuchtklein9yw.png[/img]
Liebe Doris,
was ist an der Schur seltsam und wieso tun dir die Hunde da leid?
Sam muss nicht jede Woche gebadet werden und ist alle vier Wochen eine halbe Stunde auf dem Schertisch.
Ich finde es sehr fragwürdig, Mischlinge zu horrenden Preisen zu verkaufen. Die Elterntiere unterliegen wahrscheinlich nicht den Zuchtbedingungen ihrer unterschiedlichen Rassevereine.
Seriöse US-Züchter distanzieren sich von diesen "Züchtern". Züchten heißt für mich, eine Rasse zu verbessern.
Liebe Grüße
Dagmar
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Beitragvon Stefanie » Di Mär 14, 2006 2:04 pm

Hallo Doris,
Die Labradoodle werden (wie die anderen Blindenhunde auch) ab dem Alter von einem Jahr ausgebildet und die Ausbildung dauert je nach Hund noch mal ca. ein Jahr. Wenn der Hund dann mit ca. 2 Jahren in die Familie bzw. zu dem Blinden kommt, sollte es doch schon klar sein, welche Fellbeschaffenheit er hat und wie aufwändig die Pflege ist.

Unsere Welpen kommen bereits mit 10 Wochen, genau in DIE Familie für welche sie am Ende auch ausgebildet werden. Den Umweg über Pflegefamilie, Blindenhundschule etc. mussten unsere Tiere nie gehen. Einer der Blinden hat eine starke Hundehaarallergie und besaß vorher einen Labi, von daher wusste er welche Qualen er erleiden müsse, wenn er auf den betreffenden Hund reagieren würde. Es kam KEINE andere Rasse als ein GP in Frage.
Desweiteren gibt es wohl sehr viele Labradoodles welche eine längere Körperbehaarung besitzen. Im Endeffekt sind es nur Mischlinge und das Pudelhaar wächst unendlich, eine Garantie das der Welpe exakt 4 cm Haare bekommt gibt es nicht. Also könnten es auch wandelnde Flokatis werden :wink:
Einen Cockerpoodle haben wir in der Kundschaft, ohne Schur schleift sein Haar auf dem Boden, er verrunreinigt sich und auch seine Umgebung :roll: Da hilft es nichts die Schere muss ran.
Was meine Kurzhaarpudel angeht :shock: so müssen sie nicht mal alle Monat zur Frisur, alle zwei - drei Monate reicht auch. Die Abstände mancher Terrier und Bouviers zum trimmen werden oft kürzer gehalten.
Ob einer meiner Pudel als solches erkannt wird, ist mir persönlich ziemlich egal 8) Als ich mit meinem ersten GP-Rüden, etwas übers Maß gewachsen :wink: , 36 kg Fliegengewicht, abgeschoren eine LP laufen wollte, wurde versucht den Start eines "Mischlings" auf einer ordentlichen Pudelprüfung zu verhindern :!: :?: Zum Glück besaß er Tätonr. und ich hatte alle Unterlagen dabei.
Viele liebe Grüße
Steffi
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Beitragvon bellflower » Di Jan 16, 2007 10:10 pm

hallo

ich bin neu hier, hab mich auch grade brav vorgestellt :wink:

ich hab mich ganz bewusst hier angemeldet, da ich etwas zu diesem thread schreiben möchte.
ich kenne diese vorurteile, dass alle doodles "nur" mischlinge sind. es sind aber gewünschte und keine unfälle.
natürlich findet ihr als überzeugte pudelbesitzer es schlecht, dass man was einzüchtet. ich finde ihr solltet euch freuen, dass die pudel so gefragt sind. allerdings muss ich auch sagen, dass sie zwar dem schafspudel oder "diesem jagdhund" (ich denke deutsch langhaar) ähnlich sehen, aber auf keinen fall ihr gemüt haben. ich als angehende therapiehundeausbilderin suche noch den "perfekten" hund. für spastische und wachkoma kinder habe ich ihn schon gefunden, das ist mein golden retriever bruno, aber für "nur" körperlich" behinderte kinder suche ich noch einen aktiven, aber sicheren hund. deswegen interessiere ich mich für labradoodle oder goldendoodle.
die haare auf die hier alle soviel wert legen sind mir ehrlich gesagt total egal, mir geht es um das wesen und ich finde es nicht passend, wenn ich höre, dass retriever dumm, stoisch und faul genannt werden.
auch andere rassen als pudel sind tolle rassen, ich werde mir trotzdem einen großpudel anschaffen, man darf aber nie vergessen auch andere meinungen zu zu lassen.
ich hoffe ich bekomme noch antworten und hab mir hier keine feinde gemacht. ich freue mich auf zahlreiche antworten.

liebe grüße nadine mit bruno
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Beitragvon Indigo » Di Jan 16, 2007 11:02 pm

Ich finde die Argumente hier im Forum fast alle sehr höflich und sachlich - keine Rasse wird als dumm oder stur hingestellt. - Dass wir die Pudel bevorzugen - ist wohl verständlich!!
In England war es immer üblich neben den Rasse-Hunden Gebrauchs-Kreuzungen zu produzieren für die verschiedenen Aufgaben. Allerdings wurde mit ihnen nicht weiter gezüchtet, man machte sich die züchterische Steigerung von Hybriden zu Nutze - also die Steigerung in der ersten Generation durch Verpaarung verschiedener Rassen. (In der Hühnezucht und der Getreidezucht ist das die Regel). Es werden zwei rassereine Stämme kultiviert, die gezielt verpaart werden zur Steigerung des "Ertrags", es darf aber nie weiter gezüchtet werden mit diesen Hybriden - dann sinkt der "Ertrag" sofort wieder. Die Engländer waren immer sehr gute Züchter.
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Beitragvon Cindy » Di Jan 16, 2007 11:08 pm

Hi Nadine,

bellflower hat geschrieben:ich kenne diese vorurteile, dass alle doodles "nur" mischlinge sind. es sind aber gewünschte und keine unfälle.


Verpaare ich bewusst und mit voller Absicht einen Deutschen Schäferhund mit einem Berner Sennenhund, bleibt das trotzalledem eine Mischung aus DSH und BS und wird deshalb nicht zu einem Berner Schäferhund.

ich finde ihr solltet euch freuen, dass die pudel so gefragt sind.


Worüber sollten wir uns freuen? Dass irgendwelche Leute meine, eine tolle Rasse verhunzen zu müssen, nur um der eigenen Geldgier zu frönen?

Na und was Beliebtheit bei einer Rasse bewirkt sieht man ja an genügend Beispielen. Die Collie-Zucht hat fast 30 Jahre gebraucht, um sich von der "Lassie"-Beliebtheit zu erholen. Die Lebenserwartung und die Gesundheit der Berner Sennenhunde sinkt immer weiter. Wir hatten zwei Berner, die fast 12 zw. fast 14 Jahre geworden sind. Welcher Berner schafft das heute noch? Meine Cousine hat mit ihrer Berner Hündin an einem Agi-Seminar teilgenommen, da war sie 6 Jahre alt. Die Seminarleiterin (Schweizerin noch dazu) konnte das nicht fassen, sie hätte die Hündin vom Temperament und ganzen Gehabe her für 1,5 Jahre geschätzt. Selbst mit 10 Jahren ist diese Hündin noch durch einen Agi-Parcours (Welpen-Höhe), und das mit einem Temperament und einer Freude, die man bei einem Berner heute selten sieht.
Die Golden und Labradore werden immer plumper, breiter und schwerer. Und was das Verhalten angeht, nun ja .... .
Die Aussies sehen langsam eher wie Fellmonster als wie Arbeitshunde aus. Die Border Collies folgen den Aussies in Bezug auf Fellmenge. Werden aber immer kleiner, da tiefergelegter, während die Aussies immer wuchtiger und schwerer werden.

Jo, übermässige Beliebtheit ist das Beste, was einer Rasse passieren kann.

die haare auf die hier alle soviel wert legen sind mir ehrlich gesagt total egal,


Nun, da genau die Haare immer als Argument für die Doodles oder Poos herhalten müssen (haaren nicht, Allergikergeeignet usw.), ist es ja nicht verwunderlich, dass darüber diskutiert wird. Und Fakt ist nun mal, dass es nicht stimmt, dass Pudelmischlinge ein pflegeleichteres Fell haben als reinrassige Pudel. Da hier einige Leute vertreten sind, die einen Hundesalon haben, kann man davon ausgehen, dass zumindest diese Leute wissen, wovon sie reden.

mir geht es um das wesen und ich finde es nicht passend, wenn ich höre, dass retriever dumm, stoisch und faul genannt werden.


Wenn ich diesen Thread richtig gelesen habe, dann hat hier NIEMAND Retriever als dumm, stoisch und faul bezeichnet. Es wurde nur angeführt, dass ein weiteres Argument für die Doodles eben sei, dass Pudel Temperament in die Mischung bringen, während die Labbis aufgrund der Schönheitszucht inzwischen deutlich stoischer und phlegmatischer geworden sind. Nun, auf jeden Fall sind ein Grossteil der heutigen Labbis deutlich wuchtiger und schwerer als der ursprüngliche Arbeitslabbi.

auch andere rassen als pudel sind tolle rassen, ich ..... man darf aber nie vergessen auch andere meinungen zu zu lassen.


Es hat hier niemand geschrieben, dass andere Rassen nicht auch toll sind.

Was jedoch nicht toll ist, und was die meisten hier verurteilen, ist die Geldmacherei, die hinter den ganzen Doodles und Poos steckt. Denn diese Hunde haben nix mit Rassen zu tun. Sie sind Mischlinge, die für teures Geld als Rassehunde an naive, gutgläubige, unwissende Menschen verkauft werden, denen man mit dem angeblich ach so tollen Rassehund einen gewaltigen Bären aufbindet. Sicher sind das auch tolle Hunde. Aber eben keine Rassehunde.
Viele Grüße
Cindy


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Beitragvon schnuckelhase100 » Fr Jan 19, 2007 11:23 pm

Hallo ! Das Thema ist wirklich sehr interessant. Ich kenn mich zwar mit der Ausbildung von Blindenhunden nicht so aus, aber im Fernsehen sah ich des öfteren Berichte über Blinden- und auch Behindertenbegleithunde, in diesen Berichten wurden die Tiere immer schon als Welpe ausgesucht , auch wenn sie nicht sofort bei dem endgültigem Besitzer waren.
Ich denke auch, das es einem blinden Menschen egal ist welchen Hund er hat, hauptsache es paßt vom Charakter. Denn nicht jeder Hund ist für einen Menschen richtig.Manche brauchen ein Sensibelchen Andere einen Sturkopf.Da denke ich ist es egal ob GP in Kurzhaarschur oder Retriver oder auch Mischling. Nur extra eine Rasse erfinden nur damit man einen Namen hat der sich verkaufen läßt ist Schwachsinn!
Mein Sohn hatte bis vor einem Jahr Hörgeräte und er hatte oft Angst deshalb ausgelacht zu werden,bis er irgentwann giftgrüne Geräte bekam und Alle die cool fanden.
Vielleicht liegt es nicht an den Blinden, die keinen Pudel wollen sondern an denen die es ihnen einreden.
Gruß
Michaela &co
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